BIOTOPE : PFLEGELEICHT - HANDGEMACHT - NACHHALTIG - ZEITLOS

Funktionsweise des Flaschengartens

Der Sauerstoff-Kreislauf in deinem Flaschengarten

Beim Sauerstoff-Kreislauf wird Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt. Dies ist in einem Flaschengarten besonders wichtig, da beide Komponenten im Inneren des Glases nur begrenzt vorhanden sind.

Damit in unseren Biotopen kein Ungleichgewicht herrscht, sollten nicht zu vielen Pflanzen und auch nicht jede Pflanzenart vorhanden sein. Nach mittlerweile 3 Jahren Forschung an unseren Flaschengärten, wissen wir, wie viele Pflanzen und auch welche Pflanzen genau in unsere Glasgrößen gehören.

In unserer Atmosphäre befinden sich Stoffe, wie Stickstoff, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, welche von Mensch und Tier konsumiert werden. Sie benötigen Sauerstoff zum Leben, diesen nehmen sie auf und stoßen Kohlenstoffdioxid über die Atmung aus.

Bei den Pflanzen ist das Prinzip jedoch umgekehrt, sie nehmen CO2 auf und stoßen dafür Sauerstoff aus. Dieser Vorgang wird auch Photosynthese genannt. Bei der Fotosynthese oder auch Photosynthese von Pflanzen, werden organische Stoffe mithilfe von Lichtenergie gebildet. Diese Energie wird mittels Chlorophyll (Farbstoff in Pflanzen, welcher Licht absorbiert) aufgenommen und in chemische Energie umgewandelt. Die Photosynthese gehört mit zu den ältesten biochemischen Prozessen des Planeten Erde. Durch die Bildung von Sauerstoff treibt die Photosynthese nahezu alle bestehenden Ökosysteme an. Dazu sind beinahe alle Landpflanzen und Algen sowie einige Bakterien fähig.

Bei den Pflanzen in unseren Flaschengärten geschieht ebenfalls dieser Prozess.  Der einzige Unterschied ist, dass es keine Menschen oder Tiere im Inneren des Glases gibt. Nun stellt sich die Frage, wer produziert nun CO2 für die Photosynthese?
Was viele nicht wissen: Tagsüber produzieren die Pflanzen Sauerstoff, bei Nacht wird etwas von dem Sauerstoff verbraucht. Dieser Vorgang nennt sich "Photorespiration". Dies ist auch der Grund, warum im Schlafzimmer nicht zu viele Pflanzen stehen sollten. Da eine hohe Luftfeuchtigkeit in unseren Gläsern vorhanden ist, steht der Pflanze auch genügend Wasser zur Verfügung, damit die Photosynthese optimal ablaufen kann.
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So funktioniert der Wasser-Kreislauf in deinem Biotop


Die Pflanzen in unseren Biotopen benötigen, wie alle Pflanzen eine ausreichende Bewässerung zum Leben. Im Biotop wirkt jedoch ein Wasser-Kreislauf, über diesen müssen die Pflanzen so gut wie gar nicht gegossen werden.

Wenn du die Pflanzen in deinem Flaschengarten gegossen hast, reicht das Wasser für ca. 3-4 Monate oder länger aus, da sich die Pflanzen das Wasser dauerhaft selbst zur Verfügung stellen. Das verabreichte kalkarme Wasser sickert nach unten in die Erde und befeuchtet diese vollständig. Die Kohle dient der Filterung des Wassers und reinigt es teilweise von  unerwünschten Bakterien. Überschüssiges Wasser kann sich in der Drainageschicht (Steine am Boden) sammeln.

Die Wurzeln der Pflanzen nehmen Wasser auf, welches über das Kapillarsystem in der gesamten Pflanzen verteilt wird bis hin zu den Blättern. Diese transpirieren (schwitzen) das Wasser aus und es entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese setzt sich in Form von Kodenswasser wieder an das Innere des Flaschengartens und der Kreislauf beginnt von neuem.

Da wir für unsere Flaschengärten einen Naturkork-Verschluss verwenden kann etwas von der Luftfeuchtigkeit entweichen, daher muss der Flaschengarten 3 bis 4 Mal im Jahr gegossen werden.


Der Unterschied zwischen unseren Flaschengärten und den Hermetosphären

Die Bezeichnung "Flaschengarten" ist ein Oberbegriff für alle möglichen Gärten im Glas. Darunter zählt auch die Hermetosphäre.

Die Hermetosphäre ist im Gegensatz zum Flaschengarten ein komplett geschlossenes System, dass sich vollständig selbst reguliert. Es findet kein Stoffaustausch mit der Außenwelt statt. Da die Innenseiten des Glases stark beschlägt, wird der Blick auf die Pflanzen größtenteils verwehrt. Die Pflanzen müssen dafür niemals oder nur 1x im Jahr gegossen werden. 

Der große Vorteil an unseren Flaschengärten ist es, dass du deine Pflanzen immer gut sehen kannst, ein geringer Teil der Feuchtigkeit aus dem Glas entweicht. Pflanzen in einem offenen Glas, verhalten sich wie gewöhnliche Zimmerpflanzen. Ein Wasserkreislauf findet nicht statt. Daher sollte der Flaschengarten immer geschlossen bleiben und auch nicht zu oft geöffnet werden. Das Biotop benötigt nach dem Öffnen ca. 3 Wochen um neu zu entstehen, dabei können auch einige Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen werden.

In Hermetosphären sind außerdem die „Springschwänze“ eine wichtige Komponente. Diese zersetzen alle überflüssigen, abgestorbenen Pflanzenreste und halten das Terrarium sauber. Unsere Flaschengärten funktionieren jedoch ganz ohne Tiere.

Auch die Bonsai können in einer Hermetosphäre nicht dauerhaft überleben, da sie für diese extrem hohe Luftfeuchtigkeit nicht geschaffen sind. Dafür können jedoch andere wunderschöne Pflanzen wie tropische Orchideen in der Hermetosphäre verwendet werden.